Vulkanlandschaft im Süden

 

La Palma kann durchaus als die vulkanreichste Insel der Kanaren bezeichnet werden. Innerhalb der letzten 500 Jahre ereigneten sich auf der schönen Insel die meisten Vulkanausbrüche. Gemäß den Überlieferungen gab es bei den Vulkanausbrüchen keine Todesopfer, da diese auf La Palma selten explosiv sind. Im Süden von La Palma in der Gemeinde Fuencaliente sind immer noch aktive Vulkane zu bewundern – der Vulkan Teneguia steht unter wissenschaftlicher Beobachtung, da dieser durch einen Vulkanausbruch im Jahr 1971 entstanden war. Im Jahr 1949 brachen gleich 3 Vulkane aus –  die Vulkane San Juan, Duraznero und Hovo Negro. Die Cumbre Vieja setzt sich im Süden der Insel unter dem Meeresspiegel fort – mit aktiven Vulkanen, die unterseeisch liegen.

 

Die Ruta de los Volcanes bietet sich zum bewandern der Vulkane der Cumbre Vieja an. Die Wanderroute mit einem atemberaubenden Panorama und der Faszination der Vulkanlandschaft führt vorbei an den Vulkanen, die zur Cumbre Vieja gehören, nach Fuencaliente und passiert die Vulkane San Antonio und Teneguia. Die beeindruckende Wanderung führt die Urlauber bis hinunter zur Küste und zum berühmten Leuchtturm am Punta de Fuencaliente, der ebenfalls eine besondere Attraktion darstellt und daher und den Sehenswürdigkeiten noch detaillierter beschrieben ist.


Der Vulkan San Antonio


Dieser Vulkan mit einer Höhe von 657 Metern ist über 3.200 Jahre alt und verschüttete bei seinem letzten Ausbruch, der sich im Jahr 1677 ereignete, die Fuente Santa – die Heilige Quelle – der Stadt Fuencaliente. Dies veranlasste die Inselbewohner, den Ort Fuencaliente in Los Canarios umzubenennen. Heute sind beide Bezeichnungen für den Ort gebräuchlich. Der Vulkan San Antonio liegt etwas südlich der Stadt Fuencaliente oder Los Canarios – dort wurde ein Besucherzentrum eingerichtet, das den Urlaubern Wissenswertes über den Vulkanismus auf La Palma, geologische Details und die Gemeinde Fuencaliente vermittelt.  Etwa bis zu Hälfte kann am Kraterrand des Vulkans San Antonio entlang gewandert werden. Dabei bieten sich den Wanderern von einem Aussichtspunkt imposante Ausblicke auf den Vulkankrater bis hin zu Küste, an der sich der berühmte Leuchtturm befindet. Aus Sicherheitsgründen ist der restliche Teil des Kraters gesperrt und kann nicht bewandert werden.


Der Vulkan Teneguia


Dieser Vulkan hat eine Höhe von 438 Metern und ist der jüngste Vulkan der Kanaren. Seine Entstehung basiert auf dem Vulkanausbruch im Jahr 1971. Der damals über 3 Wochen andauernde Ausbruch in dieser Vulkanregion hatte zur Folge, dass sich mehrere Schlote unterhalb des Vulkans San Antonie zu einem einzigen Vulkan – dem Teneguia – vereinigten. Der Lavafluss trug damals zu einer Vergrößerung der Inselfläche La Palmas bei, da die Lava in südwestlicher Richtung ins Meer geflossen und dort erkaltet war. Diese neu entstandene, fruchtbare Region wird seither für Bananenplantagen genutzt. Der Kraterrand des Teneguia kann bestiegen werden – an manchen Stellen auf dem Weg kann sogar noch die Hitze der Lava der letzten Vulkanaktivität gespürt werden. Dieser Vulkan steht unter ständiger wissenschaftlicher Beobachtung.