Landschaft


Die schöne Insel der Kanaren gilt seit November 2002 als Biosphärenreservat der UNESCO. La Palma ist die regenreichste Insel der Kanaren und bietet damit beste Voraussetzungen für eine üppige Vegetation. Diese hat der Insel auch die Beinamen „die grüne Insel“ oder „La Isla Bonita“ eingebracht, was die schöne Insel bedeutet. Mit über 40% der Landesfläche, die mit Wald bedeckt ist, trägt die Insel den Namen grüne Insel zu Recht – sie ist die grünste Insel der Kanaren. La Palma ist keine typische Insel für Sonnenanbeter und Badebegeisterte – die Touristen  auf der grünen Insel sind meist Wanderurlauber, Naturliebhaber und Individualtouristen. Die Faszination der Landschaft La Gomeras liegt neben der imposanten Vulkangebirge und der beeindruckenden Vegetation auch in der Farbenvielfalt. Schwarzer Basalt, roter Tuff – ein Gestein, das aus vulkanischer Asche besteht, grüne Vegetation mit den üppigen Wäldern und das Blau des Atlantiks bilden ein faszinierendes Ensemble. Durch die imposanten Berge ist die Landschaft zudem von tief eingeschnittenen Schluchten – den Barrancos – geprägt. Im Süden der Insel können Aschefelder, erstarrte Lavaströme und imposante Vulkankegel bestaunt werden.
Das Landesinnere im Norden der La Isla Bonita wird von der Caldera Tabuiente dominiert, einem Kraterkessel, der als größter Senkkrater der Welt gilt. Umgeben von Bergketten mit einer Höhe von bis zu über 2.400 Metern ist die Caldera Tabuiente ein Paradies für Wanderer und bietet nicht nur für Naturliebhaber einen atemberaubenden Anblick. Das Gebiet der Caldera Tabuiente, in dem auch der höchste Berg der Insel, der Roques de los Muchachos mit einer Höhe von 2.4.26 m liegt, ist ein Nationalpark, der zahlreiche Natur- und Landschaftsfaszinationen bietet. Südlich des beeindruckenden Senkkraters der Caldera verläuft ein imposanter Höhenzug in Nord-Süd-Richtung, der in die Cumbre Nueva und die Cumbre Vieja, die aus Vulkankratern besteht, unterteilt ist. Durch die Höhe des Grates dieser von Nord nach Süd verlaufenden Bergkette von bis zu 2.000 Metern wird La Palma in zwei Hälften mit unterschiedlichem Klima geteilt. Die Cumbra Vieja verläuft im Süden der Insel unter dem Meeresspiegel weiter. Die unterseeischen Vulkane sind teilweise immer noch aktiv.
La Palma ist, wie alle andere Kanarischen Inseln, vulkanischen Ursprungs, wobei die Vulkane keinesfalls gänzlich erloschen sind. Die letzten vulkanischen Aktivitäten mit Vulkanausbrüchen ereigneten sich in den Jahren 1949 und 1971. Der Vulkan Teneguia steht unter wissenschaftlicher Beobachtung, weil dieser immer noch aktiv ist und mit weiteren Ausbrüchen gerechnet werden muss.


Geographie


La Palma hat eine Fläche von knapp 709 km² und ist die fünftgrößte Insel der Kanaren. Auf der grünen Insel, die die nordwestlichste Insel der Kanaren ist, gibt es ganzjährig fließende Gewässer, was für die anderen Kanarischen Inseln nicht zutreffend ist. Im Hinblick auf die geringe Fläche gegenüber den Bergregionen mit der höchsten Erhebung von 2.426 Metern und den zahlreichen Bergen, die eine Höhe von 1.700 bis 2.000 Metern erreichen, gilt La Palma als die steilste Insel der Erde. Die Berge fallen an den Küstenregionen steil ins Meer ab.
La Palma ist mit einem Alter von etwa 2 bis 3 Millionen Jahren eine der jüngsten des Archipels der Kanaren. La Palma liegt etwa 400 km von der Küste Südmarokkos entfernt – von Spanien ist die Insel dagegen etwa 1.500 km entfernt.


Flora

 

La Palma – die La Isla verde – wird nicht umsonst neben der grünen Insel auch als die schöne Insel bezeichnet. Auf der nordwestlichsten Insel der Kanaren kann ganzjährig eine grüne und üppige Vegetation bewundert werden, was zahlreiche Natur- und Wanderfreunde auf die wunderschöne Insel lockt. Aufgrund der Höhenunterschiede auf La Palma ist die Insel in verschiedene Vegetationszonen untergliedert - in Lavafelder, mediterrane Trockenvegetation, Kiefernwälder in den Höhenlagen und auf der Nordostseite der grünen Insel die Lorbeerwälder, die Regenwaldcharakter haben. Begünstigt wird die Existenz des Lorbeerwaldes, der durchaus als Urwald bezeichnet werden kann, durch das Abregnen der Wolken und Nebelfelder an den Berggipfeln und der damit zur Genüge vorhandenen Feuchtigkeit. Die bekannten kanarischen Drachenbäume gehören zur endemischen Vegetation auf La Palma neben zahlreichen weiteren endemischen Gewächsen und Kräutern. Die Natürlichkeit und die erhaltene Ursprünglichkeit der Vegetation auf der grünen Insel bilden deren einzigartigen Charme.


Fauna


Auf La Palma sind einige Tierarten heimisch. Die Graja ist eine endemische Unterart der Alpenkrähe, die nur auf La Palma existiert. Zahlreiche Geckos leben auf La Palma, die nachtaktiv und vollkommen harmlos sind. Zudem haben die Geckos den Vorteil, dass die Steckmücken zu ihrem Speiseplan gehören, daher leben Geckos auch oft in oder in der Nähe von Häusern. Mit einigen Unterarten von Tausendfüßlern sollte der direkte Kontakt vermieden werden, da diese Begegnungen durch die Giftklauen der Gliederfüßer schmerzhaft sein können. Vorsicht ist auch an den Stränden geboten, denn dort können vereinzelt Quallen oder Seeigel vorkommen, mit denen ebenfalls eine direkte Berührung vermieden werden sollte. Die jeweiligen Strandregionen werden durch farbige Fahnen markiert, um die Verletzungsgefahr für die Badeurlauber einzudämmen.
Die Vielzahl der Schmetterlinge auf La Palma ist faszinierend. Der große Wanderbläuling kann dort ebenso bewundert werden wie die auf den Kanaren endemischen Arten des Kanaren-Weißlings, des Kanarischen Admirals und des Kanaren-Waldbrettspiels. Der Samtfalter ist sogar eine Schmetterlingsart, die ausschließlich auf La Palma beheimatet ist.


Küste


Die Küste von La Palma besteht aufgrund der steil ins Meer abfallenden Berge aus imposanter Steilküste und ist schroff und felsig. Sandstrände sind nur wenige zu finden, dennoch bieten sich an einigen Stränden, die meist aus schwarzem Lavasand bestehen, herrliche Bademöglichkeiten. Einsame Buchten und Kieselstrände bieten sich ebenfalls für ein Sonnenbad mit anschließender Erfrischung im kühlen Nass an. Dabei sollte allerdings keinesfalls vergessen werden, dass der Atlantik durch seine starken Strömungen und durch die starke Brandung an der Felsküste durchaus Gefahren - auch für gute Schwimmer - birgt. Naturschwimmbecken eignen sich ebenfalls, um ein erfrischendes Bad im Atlantik zu nehmen, diese sind meist durch Mauern oder Felsen vor der starken Brandung des Atlantiks geschützt.